Doofes Olympia

Lieber Leser,

Olympia macht mir hier auf dem Blog nen rechten Strich durch die Rechnung. Ach und das Leben im Allgemeinen.

Es ist nämlich so dass ich in den letzten Tagen fast immer unterwegs war – also kaum Zeit zum bloggen. Und wenn ich dann mal zuhause bin will ich ja auch noch etwas Sport gucken. In den wenigen Minuten die ich Zeit gehabt hätte, hab ich aber unter der ganzen Shit-Load von Olympia-Infos in den Zeitungen einfach nichts interessantes gefunden worüber ich schreiben könnte.

Stattdessen bin ich auf ein gutes Foto gestossen:
http://tinypic.com/r/302q5o6/6 
Das ist Rober Förstemann, deutscher Bahnrennfahrer.

Geklaut übrigens von hier.

Und die sind zu hundert Prozent echt, natürlich antrainiert und ohne Zusatzstoffe entwickelt. Wirklich, also echt jetz.

Radsportler… Dass der sich so überhaupt sehen lässt…

Wer das Feedback nicht ehrt…

…tut manchmal ganz gut daran.

Lieber Leser,

Vielleicht weisst du schon, dass ich mich gerne mit Videospielen auseinandersetze. Also vor allem spiele ich einfach, um mal ehrlich zu sein. Ich habe keine Ausbildung in dem Bereich, nicht halb so viel Erfahrung wie andere Blogger, und auch nicht so wahnsinnig viele verschiedene Spiele ausprobiert. Wenn ich nämlich ein Spiel gut finde, dann spiele ich das ziemlich lange und auch nur dieses Eine. Ich bin also sozusagen Monogamer *Schenkelklopf*

Um jetzt nicht die ganze Story meiner Spieler-Vergangenheit rezitieren zu müssen soll reichen, dass World of Warcraft mein Interesse im Bereich MMORPG geweckt hat. Und so bin ich auch an Star Wars: The Old Republic (kurz SWTOR) gelangt.

Wer sich selber schon ein bisschen mit SWTOR auseinandergesetzt hat weiss, dass es ein RIESIGES Projekt von Bioware und EA ist, um sich auch ein Stück von den Abo-Gewinnen der Branche abzuschneiden. Soweit so gut. Nur ist SWTOR mal wieder ein Beispiel dafür, dass Geld allein nicht reicht. Das Spiel verliert nämlich nach einem wirklich soliden Start mit guten Verkaufszahlen zunehmend an Kunden. Wo die Zahlen im Moment genau liegen weiss ich nicht, dürfte aber so gegen die 1 Million Spieler sein. Verglichen mit dem Branchen-Riesen WoW mit Spitzenwerten von über 12 Mio. ist das „ein wenig“ unter den Erwartungen.

The customer strikes back

Solltest Du Dich in der Gamer-Szene ein bisschen auskennen und informieren, dann weisst Du schon dass Finde-den-Fehler eine der Lieblingsdisziplinen von uns Spielern ist. Beschweren über dieses – beschweren über jenes, die Foren schreiben ihre eigene Geschichte von negativem Feedback. Und obwohl die Rückmeldung von Kunden sehr wertvoll ist und auch beachtet werden sollte – It’s a trap! Weil nämlich jeder aus seiner persönlichen Perspektive schreibt und halt mit hoher Wahrscheinlichkeit genau so wenig Ahnung hat wie ich, kommt da auch ordentlich viel Müll zusammen. Da kommt dann auch die grösste Presse samt Monster nicht mehr mit. Der Job des Spielentwicklers allerdings ist es, den Müll von wertvollem Feedback zu trennen, sich seine eigenen Gedanken dazu zu machen, und dann umzusetzen. Nach Möglichkeit so, dass die Kunden zufrieden sind.

Was meiner Meinung nach eminent wichtig ist in dieser Branche: lass dich nicht von deinem Forum überrennen. Es melden sich nämlich grösstenteils die, die unzufrieden sind. Ein lobendes Wort findet man sehr selten. Da wir ja mittlerweile herausgefunden haben, dass von Spielern zu einem grossen Teil nur halbfertige Meinungen gepostet werden, kann man sich denken wohin es führt wenn man die Wünsche der Spieler 1:1 umsetzt.

Dies sind nicht die Fehler die ihr sucht

Natürlich macht sich anhand der Zahlen auch der Herausgeber so seine Gedanken was da schief läuft. Ist halt sau schwer zu wissen was für welche, da das natürlich hinter verschlossenen Türen und hoch oben im Gebäude auf der Management-Ebene besprochen wird. Und bei meinem Einbruch hatte mein kleiner Roboter-Gehilfe die bekannten Probleme mit der Aufzugssteuerung. Allerdings bin ich auf einen spannenden Blogpost gestossen.

Ein Mitarbeiter von Bioware schiebt nämlich einen grossen Teil der Schuld auf die Spieler selber:

„…But it was fan feedback from the day we opened the forums that encouraged us to design it for the fans the way it is…“

Übersetzt: Es war das Feedback von unseren Fans aus den Foren die uns dazu gebracht haben, das Spiel so zu designen wie es jetzt ist. (Der zitierte möchte übrigens Anonym bleiben.)

Ob die Kundenkommentare wirklich so starken Einfluss auf das Spiel hatten sei mal dahingestellt. Das Forum war nämlich ganze 3 Monate vor Release offen. Bei einer Entwicklungszeit von 6 Jahren. Aber darauf möchte ich gar nicht so gross eingehen – nehmen wir mal an das ist wirklich so. Das hilft nämlich dann auch nicht unbedingt dabei den guten Ruf des Unternehmens zu wahren.

Ein weiser Mann sagte einmal folgendes:

„Was meiner Meinung nach eminent wichtig ist in dieser [MMORPG] Branche: lass dich nicht von deinem Forum überrennen.“  – watchmegetgrown.wordpress.com

Noch viel zu lernen du hast, Warebio

In meiner Berufsausbildung wurde ich unter anderem auf Kundenreaktionswesen geschult. Ganz nützliche Sache so was, auch im privaten Leben. Die erste Regel von Feedback: NICHT RECHTFERTIGEN! Denn wer sich rechtfertigt zeigt damit nur, dass er noch nicht so wirklich geblickt hat dass er was falsch gemacht hat. Und wer den Fehler nicht kennt ändert auch nichts dran. Du willst es noch eine Prise schlimmer, lieber Leser? Den verärgerten Kunden beschuldigen. Damit treibt man ihn nämlich erst recht zur Weissglut. Und somit wären wir auch endlich bei meinem Punkt für diesen Artikel angekommen.

Es geht nämlich nicht darum, dass ich SWTOR schlecht machen möchte, ich spiele zurzeit sogar wieder etwas und es macht ganz ordentlich Spass. Es geht um die Haltung dieses Entwicklers, und somit um die des Unternehmens. So ändert sich nämlich gar nichts. Es wird weder das Spiel besser, noch beruhigen sich die Kunden. Das einzige was diese Aussage bewirkt ist noch mehr Öl ins Feuer lodernder Kunden-Temperamente. GOOD JOB!

In diesem Sinne: Das Beispiel zeigt mir mal wieder dass nicht jedes Feedback es wert ist umgesetzt zu werden. Das heisst aber nicht, dass man das seinem Mitmenschen direkt unter die Nase reiben sollte. Man sollte sich darüber Gedanken machen, sich zu Herzen nehmen was Wertvoll ist. Zum Rest dann einfach lächeln, nicken und sich seinen Teil denken.

the freedom to be fat

Lieber Leser,

Ich bin mal wieder auf interessante News gestossen. Wer des Englischen mächtig ist und den ganzen Artikel der NYTimes lesen möchte, findet diesen hier.

Für alle anderen, macht euch keine Sorgen. Ich werde hier Zwecks reisserischen Kommentaren fröhlich zitieren, aus dem Zusammenhang reissen, und so wie es mir passt wieder zusammenfügen. Ganz nach Blick’schem Vorbild.

Nun gut, dann wollen wir mal zum Kernthema vorstossen. His honor Mayor Bloomberg, Bürgermeister von New York in den U S of A, stört sich an der Fettleibigkeit seiner Mitmenschen, und dagegen will auch etwas gemacht werden. Nun, was ist denn für die Fettleibigkeit der werten Amis verantwortlich? Bildungsarmut? Sorglosigkeit? Der Fakt dass fettiger Fastfood um ein vielfaches günstiger ist als gesunde Kost? Überbestrahlung mit Werbung?

Nein, geschätzter Leser, weit gefehlt! Es sind die übergrossen Getränke, die ausgegeben werden. Von den Pöhsen Restaurants, Fastfood Ketten und so weiter. Jawoll! Und die Lösung für das Problem?

„New York City plans to enact a far-reaching ban on the sale of large sodas and other sugary drinks at restaurants, movie theaters and street carts, in the most ambitious effort yet by the Bloomberg administration to combat rising obesity.“

Übersetzt und zusammengefasst: Die Bloomberg-Regentschaft plant, übergrosse Süssgetränke aus Restaurants, Kinos und Imbiss-Ständen zu verbannen.

Weiter unten kommt dann noch zur Sprache, dass dieses Verbot explizit NICHT für den regulären Supermarkt oder Laden-an-der-Ecke gilt.

Fettleibigkeit sei nämlich ein nationales Problem (was für Amis in etwa das gleiche wie International bedeutet, nämlich die ganze Welt USA) und die Behörden seien darüber sehr besorgt (Also jetz über die Fettleibigkeit, nicht ihren Grössenwahnsinn). Nur sei NYC nicht eine Stadt zum Sorgen machen, sondern eine Stadt in der etwas angepackt wird. Er denke die Öffentlichkeit wolle dass er dies tut.

In Punkto Wille der Öffentlichkeit dürfte er sogar recht haben. Amerikaner lieben es nämlich unter dem Deckmantel guter Vorsätze wie Freiheit, Demokratie und Schutz der Bevölkerung voller Tatendrang zu verbieten und zu unterdrücken was das Zeug hält. Siehe Irak-Krieg und Patriot-Act. Aber amerikanische Weltpolitik ist auf meinem eventuell-existenten Publishing-Plan bereits für einen anderen Tag vergeben und so kehren wir zu diesem speziellen Verbot zurück.

Ideen und insbesondere Verbote stossen ja bekanntlich sehr oft auf regen Widerstand. Und wen stört dieses Verbot am meisten?

Die Getränkehersteller

Natürlich haben diese nur bedingt Freude an diesem Verbot, wird es doch ihren Umsatz stark nach unten korrigieren. Und da die auch Kohle haben die grossen Konzerne, kommt jetzt die grosse Werbe- und Lobby-Keule.

“The New York City health department’s unhealthy obsession with attacking soft drinks is again pushing them over the top,” the industry spokesman, Stefan Friedman, said. “It’s time for serious health professionals to move on and seek solutions that are going to actually curb obesity. These zealous proposals just distract from the hard work that needs to be done on this front.”

Frei übersetzt: Das Gesundheitsministerum von NYC übertreibts mal wieder. Es wird Zeit, dass professionelle Gesundheitswissenschaftler wirklich Lösungen für die voranschreitende Fettleibigkeit finden. solche Vorstösse lenken nur von der schweren Arbeit ab, die man eigentlich angehen sollte. Gesagt von Stefan Friedman, Sprecher der Industrie.

Richtig lustig wird’s, wenn man nun deren Seite besucht. Es steht so zwar nicht Schwarz auf Weiss da, aber aus dem Kontext lässt sich ja bekanntlich am meisten Saft pressen. Gut dass sich die mit Flüssigkeiten auskennen… Das Prinzip nämlich, welches die Getränkehersteller gegen den Vorstoss ins Feld führen ist simpel und einfach die Freiheit, Fett zu sein. Natürlich drücken sie’s nie so aus. Wär ja wohl auch ein ganz klein wenig kontraproduktiv.

Gib dir das mal, lieber Leser. Die Freiheit, fett zu sein. Also ich musste stark schmunzeln.

Aber trotzdem…

Nun… Klingt sehr lustig. Ich könnte jetzt noch einige Sprüche reissen über die Dicken, sie subtil beleidigen und schlanke Leser und mich selber damit unterhalten. Nur, der Punkt ist, eigentlich haben sie Recht. Was soll das? Wer ist denn bitte ihr Bürgermeister, so ein Verbot einzuführen? Ziemlich anmassender absoluter Schwachsinn. Es darf doch jeder so viel trinken wie er will, genauso wie der Körper Eigentum eines jeden selbst ist.

Das Problem, lieber Leser, ist dass die liebe Politik mal wieder Symptome bekämpft statt Ursachen. Das Problem Fettleibigkeit kommt nämlich nur teilweise von den grossen Unternehmen die gezielt ihre Kunden manipulieren mehr zu trinken. Nein, das grosse, richtige Problem ist, dass die Leute das mit sich machen lassen. Dass sie sich die Gedanken um ihren Körper gar nicht machen. DA, lieber Leser, liegt der sprichwörtliche Hase im Pfeffer. Die Leute wissens nicht besser oder scheissen einfach drauf. Und wenn man so viel isst wie die, dann kommt da ne ordentliche Menge Exkremente zusammen.

Ich unterstütze jederzeit Kampagnen von Politikern, die Ausbildung im Bereich Ernährungswesen für amerikanische Bürger anbieten oder vorantreiben wollen. Kampagnen gegen Fettleibigkeit, Kampagnen gegen das Rauchen, Kampagnen gegen Alkohol, Spielsucht, ungeschützten Sex, illegale Drogen und und und. Ich glaube da hat auch niemand so wirklich etwas dagegen.

Nur, das ist teuer. Ein Verbot kostet vergleichsweise goa nüx. Manchmal habe ich das Gefühl, alle Politiker sind Schwaben.

In diesem Sinne machs wie die Amis: Don’t think – drink! Und wenn du das wirklich willst, dann geniess deine Cola und lass sie dir nich verbieten.

Edith: Formatierung…

YOLO-duly

Lieber Leser,

 

Heute will ich einmal auf ein neues Lebensmotto eingehen. Es nennt sich YOLO
You
Only
Live
Once
Was auf Deutsch übersetzt so viel heisst wie „Man lebt nur einmal“

 YOLO hat in diesem Zusammenhang also wenig mit einer halbfertig gemolkenen Berggeiss mit Aggressionsproblemen aus einem Schweizer Kinderlied zu tun, auch wenn der Titel das suggeriert. Nein, YOLO hat eine etwas tiefer greifende Bedeutung als ein Juuchzer.

 Woher kommt YOLO?

Ich weiss nicht wie es bei Dir aussieht, lieber Leser, aber ich stamme aus der Internet-Generation. Und was macht ein Internet-Kind wenn es einen Begriff nicht so wirklich kennt? Richtig…

CTRL+T, wikipedia.org, und mal fröhlich drauf los stöbern.

Gemäss Wikipedia stammt YOLO aus dem Song „The Motto“ von Drake. Ein Motto also, das von einem kommerziell sehr erfolgreichen (denn über musikalischen Erfolg lässt sich da ja diskutieren) Rapper ins Leben gerufen wurde. Nun gibt es ja diverse Mott… Motten? Motti? Mottos? Naja Du weisst was ich meine – die von Musikern erschaffen wurden, zum Beispiel „Live hard die young“ oder „Sex, Drugs and Rock ´n´ Roll“. Das klingt ja auch alles super, nur bringt‘s dich im Leben nicht so wirklich weiter. Ausser dein Ziel ist der Abgrund…

 Interpretation

Das bringt mich dann auch zur Interpretation von YOLO. Nein, nicht zu meiner, die kommt später. Ich möchte in diesem Abschnitt darauf eingehen, wie die YOLO-Bewegung (kann man das so nennen?) ihr Motto umsetzt. Und das ist ein Trauerspiel, das sag ich Dir…

Denn anstatt mit etwas gesundem Menschenverstand ein Motto in sein Leben einzubauen, verhält sich die heutige Jugend lieber wie fundamentalistische <insert religion here>. Sie legen nämlich ihr metaphorisches Hirn behutsam auf eine Serviette, wickeln es ein, und verstauen es feinsäuberlich in der Schublade. Da zwischen linkem und rechtem Ohrläppchen mittlerweile nicht mehr viel ist ausser ein bisschen Nase, erledigt Facebook den Rest. Weil man ja nur einmal lebt, ist es nämlich ABSOLUT egal was man macht, Hauptsache es macht Spass oder ist lustig. Worin das resultiert fragst Du mich?

http://s17.postimage.org/7tz85hcyn/yolo.jpg

Ich lebe nur einmal, ich habe keine Zeit eine gescheite Ausbildung zu machen!
Sex ohne Verhütung ist einfach schöner, und ich lebe schliesslich nur einmal!

Na gratuliere… Im Endeffekt ist YOLO also nur die Ausrede für Versagen, die Rechtfertigung dafür, einfach immer nur nach der eigenen Lust und Laune zu handeln, auf alles zu scheissen und Konsequenzen solange auszublenden bis man im Knast oder der Gasse landet. Ist ja praktisch…

Da Du immer noch hier bist und dir mein Gelaber anhörst, denke ich, dass du wohl einer derjenigen bist, der mehr zwischen den Ohren hat als Knorpelmasse und etwas Knochen. Also muss ich dir ja nicht sagen dass die YOLO-Typen lachend in ihren eigenen Abgrund rennen.

Leider Gottes ist die These, dass intelligente Menschen diesem Motto fern bleiben, aber falsch. Eine kleine Beobachtung meinerseits hat es mich besser gelehrt.

Letzte Woche Freitag, ich mache mich nach der Arbeit auf den Heimweg. Am Bahnhof fallen mir diverse Flyer am Boden auf, was steht drauf? Natürlich YOLO. Ich denk mir schon dass nun der Irrsinn von den USA zu uns übergeschwappt ist. Dann sehe ich zu allem hin noch zwei junge Leute, ca 18-19 Jahre alt, mit Sporttaschen. Aufschrift: YOLO 07.20.12 oder sowas in die Richtung.
Nun gut, ich mache mir nicht allzu viel Gedanken darüber, meine Gratiszeitung scheint nämlich für einmal einen spannenden Artikel zu enthalten.

Zuhause angekommen erwähne ich gegenüber meinem Mitbewohner beiläufig dass in der Nähe meines Arbeitsplatzes wohl irgendein YOLO-Event ist. Er hat dazu sogar noch Details auf Lager.

Scheinbar ist YOLO das Motto der Maturitätsabschlussfeier des lokalen Gymnasiums. Wie bitte? Ich meine – das ist schliesslich die zukünftige Elite unseres Landes, oder sollte es zumindest sein nachdem sie über das Marihuana hinweg sind. Sind die wirklich dieser Stupidität anheimgefallen? Ich hoffe es nicht…

 Auf der Suche nach einer Erklärung

Was treibt denn eigentlich ganz intelligente junge Menschen dazu, sich mit einer solch verblödeten Bewegung zu identifizieren? Ich bin nämlich grundsätzlich ziemlich überzeugt vom Schweizer Bildungssystem. Also muss es irgendeine Erklärung dazu geben.

 Dann wollen wir doch mal das Motto an sich anschauen, nicht nur das Resultat und die Bewegung. Da scheint sich nämlich doch ein Funken Weisheit zu verstecken.

 Nun, da dies ein neuer Blog ist, kennst Du, lieber Leser, mich ja kaum. Man könnte nun argumentieren dass ja nur Leute die mich kennen den Link hier drauf kriegen, aber lass mir bitte die Illusion dass ich irgendwann wenigstens ein paar wenige Leser habe, die wirklich meinen Blog lesen wollen weil was drinsteht, und nicht nur weil sie sich als meine Freunde bezeichnen. Aber ich schweife ab…

Ich würde mich selber nicht unbedingt als Impulsiv bezeichnen, eigentlich im Gegenteil. Ich wäge sehr oft Entscheidungen ab, habe Bedenken, und verwerfe eigentlich gute Ideen weil ich mir zu viele Sorgen mache. Aus diesem Setting heraus kann ich, für mein ganz persönliches Leben, doch auch etwas ganz brauchbares aus „man lebt nur einmal“ ziehen. Ich denke nämlich, dass ich manchmal etwas unbedachter sein sollte, mir weniger Sorgen machen sollte, und das Leben mal so geniessen wie es mit mir spielt. Ist doch für einen eher prüden Menschen eine ganz gute Überlegung.

 Nun hoffe ich einfach, dass sämtliche Gymnasial-Gradienten (was für ein Wort!) die dieses Motto cool finden, in einer ähnlichen Situation sind wie ich. Wie oben erwähnt laufe ich nämlich keineswegs Gefahr, irgendwelchen unüberlegten Mist zu produzieren und mir dadurch meine Zukunft zu versauen. Im Gegenteil, ich tendiere eher dazu im Alter zu bereuen was ich alles NICHT gemacht habe. Und da hilft mir so ein Grundsatz ja vielleicht mal, meine Bedenken zu überwinden – denn nur wer wagt gewinnt.
Leider bezweifle ich dass das Gros meiner Generation sehr überlegt handelt oder Konsequenzen fürchtet. Und wenn dann da obendrauf mit YOLO auch noch eine Rechtfertigung für sämtlichen Irrsinn bequem zur Hand liegt, dann geht’s steil abwärts.

 Ein Appell zum Schluss

 Mottos, tiefgründige Sätze und Lebensweisheiten sind eine super Sache. Sie helfen zu beschreiben wer wir sind, sie helfen uns an uns zu arbeiten. Aber, lieber Leser, ich habe eine Bitte an dich:

Bitte labere nicht einfach irgendwelche Mottos nach, die auf den ersten Gedanken ganz gut klingen. Überlege Dir, wo Du stehst, und was Du in deinem Leben brauchst um weiter zu kommen. Hinterfrage, ob Du ein Motto wirklich, also so richtig wirklich, gut findest, wie stark es Dein Leben beeinflussen darf, oder ob es einfach nur die Rechtfertigung für ein Verhalten ist, dass Du vielleicht selber gar nicht so gut findest.

 

In diesem Sinne, YOLO! Und das versau mal besser nicht mit schlechten Mottos.

Introduction oder so…

Na ihr da draussen!

Mich interessiert eigentlich nicht was Ihr über meinen Blog denkt, ob Ihr ihn lest, ob ich ihn weiterführe und allgemein is mir alles Schnuppe, muss ja eh sterben.

Das ist sogenannter Mainstream, und im Grundsatz auch absolut OK. Aber wenn ich ganz ehrlich bin interessierts mich doch ein ganz klein wenig was meine Mitmenschen über mich denken, oder vielleicht auch etwas mehr.
Mein Blog soll genau zu solchen Selbsterkenntnissen verhelfen – was interessiert mich wirklich? Welche Grundsätze finde ich wirklich wichtig, welche plapper ich nur nach ohne mir Gedanken zu machen? Dazu kommt dann natürlich noch ein ganzer Haufen Sarkasmus, eine Prise Selbstüberschätzung, Rechtschreibfehler und allgemeiner NonSense.

Wenns Dich interessiert, WatchMeGetGrown!

– Dir, lieber Leser, wird wohl schon aufgefallen sein, dass genau dieser Text auch unter meiner Welcome-Page steht. Ja, Effizienz hab ich drauf…